Ratgeber Haushalt

Die Chipstüten-Methode und 7 weitere Tarn-Tricks für den Mülleimer

Das Taschentuch ist benutzt, die Tat vollbracht. Doch jetzt beginnt der gefährlichste Teil: die Entsorgung. Denn nichts verrät so viel über einen Menschen wie sein Papierkorb. Wir haben die besten Tarn-Tricks gesammelt und nach Tarnwirkung bewertet.

Von Petra Palme, Ressort Verbraucher Lesezeit: 4 Min. (Deckel zu!)

Nur Chips hier. Ehrlich.

CHIPS
Die Chipstüten-Methode in Aktion. Symbolbild.

Laut einer Erhebung der Stiftung Wischtest werfen 71 Prozent der Deutschen mindestens einmal pro Woche einen prüfenden Blick in fremde Papierkörbe. Die restlichen 29 Prozent geben es nur nicht zu. Höchste Zeit also für eine gute Tarnung.

  1. Die Chipstüten-Methode

    Der Klassiker, bereits im Taschentuch-Test empfohlen: Legen Sie nach Gebrauch eine leere Chipstüte oben in den Mülleimer. Sie erklärt alles. Sie hatten einfach einen gemütlichen Abend. Mit Chips. Ganz allein. Völlig normal.

    Tarnwirkung: 90 %„Der Klassiker“

    Profi-Variante: Ein paar Paprika-Krümel auf dem Schreibtisch verteilen. Details überzeugen.

  2. Die Bananen-Tarnung

    Eine Bananenschale obendrauf schreckt jeden ab, der zu genau hinsehen will. Nach zwei Tagen schreckt sie allerdings das ganze Stockwerk ab. Rechtzeitig leeren.

    Tarnwirkung: 70 %„Riecht nach Erfolg“
  3. Das Zeitungs-Sandwich

    Die Taschentücher zwischen zwei Lagen Altpapier legen. Bewährt und unauffällig, aber nur, wenn Sie tatsächlich Zeitung lesen. Wer seit Jahren kein Papier mehr gekauft hat, macht sich mit einer plötzlichen Tageszeitung verdächtiger als mit allem anderen.

    Tarnwirkung: 55 %„Nur für Zeitungsleser“
  4. Die Erkältungs-Legende

    Stellen Sie Hustenbonbons und Kamillentee demonstrativ auf den Nachttisch. Husten Sie beim Frühstück zweimal, gern mit leidendem Blick. Funktioniert ganzjährig, im August allerdings nur als „Heuschnupfen“.

    Tarnwirkung: 65 %„Ganzjährig einsetzbar“
  5. Das Mülltonnen-Alibi

    Die Tücher sofort in die große Tonne vor dem Haus. Wer Sie um Mitternacht mit einer einzelnen, winzigen Tüte zur Mülltonne gehen sieht, hält Sie entweder für ökologisch vorbildlich oder für sehr verdächtig. Es kommt auf die Nachbarn an.

    Tarnwirkung: 40 %„Die Nachbarn gucken“
  6. Das Archiv im Kleiderschrank

    Ein kleiner Eimer mit Deckel, versteckt hinter den Winterpullovern. Profis nennen ihn „das Archiv“. Sicher, diskret und zuverlässig. Bis zum nächsten Umzug. Oder bis Ihre Mutter die Winterpullover sucht.

    Tarnwirkung: 80 %„Bis zum Umzug“
  7. Falten statt Knüllen

    Wer knüllt, fällt auf. Ein geknülltes Taschentuch sieht aus wie ein Geständnis, ein ordentlich gefaltetes dagegen wie ein Einkaufszettel. Einmal längs, einmal quer, fertig ist die Tarnung.

    Tarnwirkung: 85 %„Einkaufszettel-Look“
  8. Finger weg vom Duftbaum

    Ein Duftbaum im Papierkorb? Ganz schlechte Idee. Nichts ist verdächtiger als ein Papierkorb, der plötzlich nach Tannenwald riecht. Das ist der Chlorreiniger unter den Tarn-Tricks: Da war offensichtlich etwas.

    Tarnwirkung: 5 %„Tatort-Alarm“